Nachhaltig und Plastikfrei töpfern?

Beim Töpfern ist es wie bei den allermeisten anderen Tätigkeiten (oder dem Haushalt) auch – Wenn man sich nicht ein bisschen kümmert kann es ziemlich verschwenderisch sein.

große Schale aus derAlltagsakrobaten-Töpferwerkstatt

Da wir unser Leben hier nach und nach auf weniger Plastik und mehr Nachhaltigkeit umstellen, stören mich die vielen Plastikgefäße, Tüten und vor allem Folien, die in der Werkstatt rumfliegen – Ich arbeite nicht gern mit Plastik und ich mag auch die Optik nicht besonders.

Im Großen und ganzen ist das Töpfern eine recht nachhaltige Angelegenheit. Ton, der noch nicht gebrannt wurde, lässt sich immer wieder aufarbeiten. Seine Eigenschaften sind nicht zu hundert Prozent wie frisch gekaufter Ton, aber er lässt sich in jedem Fall wieder verarbeiten. Dasselbe gilt für die Ausschussware, die einem aus Mangel an Können  von der Scheibe geflogen ist (die sog. „Drehleichen“). Auch bereits getrocknete Gefäße, die man dann doch nicht behalten will, lassen sich zerbrechen und wieder „einsumpfen“. Was den Ton selbst angeht hat man also quasi keinen „Müll“.

Beim Glasieren sieht es dann schon anders aus, denn für das Aufbewahren der flüssigen Glasuren sehe ich bisher keine Vernünftige Alternative zum Plastikeimer mit Deckel. Natürlich verwende ich diese immer wieder (es sei denn der Hund hat wieder einen der Deckel gestohlen und zerkaut) und so ist es immerhin kein Einwegplastik. Gleiches gilt für die Plastikboxen (dampbox), in denen ich Stücke aufbewahre die noch nicht, oder nur langsam trocknen sollen. Sie ersetzen mir Tüten und Folien, die ich dafür sonst verwenden würde. Eine Folie lässt sich in den allermeisten Fällen auch durch ein feuchtes Tuch ersetzen, und wo möglich, mache ich das auch so.

Ein weiterer wirklich großer Posten in der Töpferwerkstatt ist Wasser. Das wird nicht nur zum Töpfern selbst gebraucht. Der bei weitem größte Anteil geht für die Reinigung der Werkzeuge, Gefäße und der Werkstatt drauf. Aus gesundheitlichen Gründen ist eine trockene Reinigung aufgrund der großen Staubentwicklung bei der Arbeit mit Ton auch nicht sehr empfehlenswert. Aber auch beim Wasser lässt sich einiges wieder aufbereiten, denn Ton-Partikel  setzen sich freundlicher Weise am Boden ab und so kann klares Wasser von oben wieder abgschöpft werden, wenn man es eine Weile stehen lässt, das danken einem auch die Rohrleitungen und evtl. vorhandene Pumpen, da sie nicht komplett verschlickern.

Wenn ich Dinge aus Keramik verschicken will, ist eigentlich Nöppelchenfolie angesagt, da sie die Gefäße wirklich noch am ehesten heil an den Bestimmungsort bringt. Da ich die aber auch nicht leiden mag, polstere ich Pakete statt dessen mit geschredderter Zeitung aus.